{"id":537,"date":"2018-05-03T11:56:35","date_gmt":"2018-05-03T09:56:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/?page_id=537"},"modified":"2018-05-03T11:56:35","modified_gmt":"2018-05-03T09:56:35","slug":"die-restauration-der-templer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/de\/die-restauration-der-templer\/","title":{"rendered":"Die Restauration der Templer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im neunten Band des Lexikons \u201eDizionario degli istituti di perfezione\u201c (Lexikon der Institute der Perfektion) Edizioni Paoline &#8211; Rom, 1997 spricht man \u00fcber die Militia Templi\u201d. Der dritte Teil unter dem Begriff &#8220;Templer&#8221; tr\u00e4gt den Titel \u201cDie Restauration der Templer\u201d; heute ist die Militia Templi die einzig legitimer Templerorganisation.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-538 alignleft\" src=\"http:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-content\/uploads\/templari-militia-5.gif\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"81\" \/>Im Laufe der Jahrhunderte sind in Europa und in Amerika Orden und Gesellschaften verschiedener Art entstanden, die den Anspruch erhoben, direkte Nachfolger der Templer zu sein und sich in ihren Riten, Werken und Regeln auf die des ber\u00fchmten Ordens beriefen (vgl. G. Ventura, T. e templarismo&#8230;; M. Lo Mastro, Dossier T: &#8230;; und B. Blandre, L&#8217;ordre&#8230;;s. Bibl.). Dieser Anspruch auf die direkte Abstammung von dem alten Orden ist jedoch vollkommen unbegr\u00fcndet und historisch sowie juristisch falsch; auf jeden Fall kann eine eventuelle Neubelebung des Ordens (theoretisch m\u00f6glich) nur durch den Hl. Stuhl zustande kommen.<br \/>\nGanz anders hingegen ist die Situation der 1979 in Poggibonsi (Siena) auf Initiative des Grafen Marcello Alberto Cristofani della Magione stattgefundenen Gr\u00fcndung. Dieser hat n\u00e4mlich eine Vereinigung von Laien ins Leben gerufen, welche sich auf die Ideale und den Lebensstil berufen, die vom hl. Bernhard im Liber ad Milites Templi de laude novae militiae f\u00fcr die Templer beschrieben wurden (ohne eine direkte Abstammung vom antiken Orden zu beanspruchen) und sich als besondere Ziele die Pflege der Liturgie und die Ausf\u00fchrung des g\u00f6ttlichen Amtes, die Vertiefung der Spiritualit\u00e4t und der Kultur der christlichen Ritterschaft, die F\u00fcrsorge der Pilger und die moralische und materielle Unterst\u00fctzung des N\u00e4chsten und insbesondere der Christen im Heiligen Land, sowie die Erziehung der Jugendlichen setzte. Nach seiner beh\u00f6rdlichen Anerkennung am 21.9.1979 wurde der Verein mit seinen auf ritterlichen Prinzipien aufbauenden Statuten und mit ausdr\u00fccklicher Bezugnahme auf den antiken Orden vom Erzbischof von Siena, Mons. Mario Jsmaele Castellano als privater Verband von Gl\u00e4ubigen unter dem Titel &#8220;Milizia del Tempio&#8221; (Ordo Militiae Christi Templique Hierosolymitani) best\u00e4tigt (8.9.1988). Am 24.11.1989 genehmigte Mons. Castellano einige \u00c4nderungen der Statuten, w\u00e4hrend am 18.11.1990 der neue Ordinarius von Siena, Mons. Bonicelli, die Regel unter dem Titel &#8220;Regola dei poveri cavalieri di Cristo dell&#8217;Ordine della Milizia del Tempio&#8221; (Regel der armen Ritter Christi des Templerordens) zulie\u00df, welche der des antiken Ordens entnommen ist und der heutigen Zeit angepasst wurde. Inzwischen hatte Johannes Paul II. am 13.9.1989 eine Reihe genereller Abl\u00e4sse in perpetuum f\u00fcr bedeutende Momente im Leben der Ritter gew\u00e4hrt.<br \/>\nGem\u00e4\u00df der Regel umfasst die neue &#8220;Militia&#8221; drei Kategorien von Mitgliedern: die Ritter mit feierlicher Profess, die sich dauerhaft der Militia weihen, mit der Investitur und dem Gel\u00f6bnis, die drei klassischen evangelischen Ratschl\u00e4ge gemeinsam mit dem \u00f6ffentlichen Glaubensbebzeugnis (viertes Gel\u00f6bnis) zu befolgen und die Ritter ohne Profess (oder &#8220;in Obedienz&#8221;), welche sich mittels der Investitur verpflichten, die Vollkommenheit des christlichen Lebens anzustreben; die Frauen (Damen), welche, in ihrem Status verbleibend, auf verschiedene Art und Weise mit der Militia zusammenarbeiten wollen, immer unter der Autorit\u00e4t des Gro\u00dfmeisters der Militia; die dritte Kategorie setzt sich aus jenen M\u00e4nnern und Frauen zusammen, die aufgrund ihres jugendlichen Alters und ihrer Unerfahrenheit noch nicht f\u00fcr die Annahme einer endg\u00fcltigen Verpflichtung bereit sind: sie dienen in den Reihen der Militia als &#8220;Geschenkte&#8221;, geben jedoch nur ein zeitweiliges Gel\u00f6bnis ab, welches alle drei Jahre zu erneuern ist. Um zur Profess und zur Investitur zugelassen zu werden, m\u00fcssen sie ein Noviziat von mindestens einem Jahr ablegen und das 21. Lebensjahr vollendet haben.<br \/>\nEs k\u00f6nnen in der Militia auch jene Erwachsenen aufgenommen werden, die zwar deren Ideale teilen, sich aber nicht der &#8220;Regel&#8221; verpflichten k\u00f6nnen oder wollen; sie werden als Kapl\u00e4ne (Bisch\u00f6fe und Priester) oder als &#8220;Ordenstr\u00e4ger&#8221; (verdienstvolle) hinzugew\u00e4hlt, oder als Freunde eingeschrieben.<br \/>\nGem\u00e4\u00df der Regel und den Statuten wird die Militia vom Gro\u00dfmeister (maestro dei poveri cavalieri di Cristo, duca della Milizia del Tempio = Meister der armen Ritter Christi, Herzog der Tempelritter) geleitet, der alle drei Jahre vom Kapitel der dreizehn Rechtsritter (Rat) gew\u00e4hlt wird.<br \/>\nDem Generalkapitel, zusammengesetzt aus den Rittern und den Damen, obliegen die gesetzgebenden Aufgaben; der Rat (oder Ehrengerichtshof) hat die disziplinarische Aufsicht; der Gro\u00dfpriorale Magistrale Rat formuliert die Regierungspolitik.<br \/>\nF\u00fcnf Ministerien unterst\u00fctzen die Zentralorgane bei der Durchf\u00fchrung der Aufgaben der Militia: die Pr\u00e4latur (der Generalpr\u00e4lat wird alle drei Jahre vom Erzb. von Siena ernannt) f\u00fcr die geistige und theoretische Bildung; die allgemeine Statthalterschaft f\u00fcr die Verwaltung der Lehre und zur Ausschreibung und Regelung der Wahl des neuen Gro\u00dfmeisters; die Magistrale Pr\u00e4zeptorei (Hauptmannschaft) f\u00fcr die ideelle und ritterliche Ausbildung; das Magistrale Kanzleramt f\u00fcr die Regierung, die Verwaltung und die allgemeine Organisation; das Gouvernement f\u00fcr den Unterhalt des Magistralen Sitzes und die Verm\u00f6genserhaltung.<br \/>\nDie Regel schreibt nur die gemeinschaftliche Abhaltung der Vespern vor (die Professritter haben die Pflicht, t\u00e4glich das Brevier zu lesen), aber die M\u00f6glichkeit auch H\u00e4user f\u00fcr das kl\u00f6sterliche Leben zu gr\u00fcnden befindet sich in Vorbereitung.<br \/>\nDie Ritter mit feierlicher Profess (religi\u00f6se) oder in Obedienz (weltliche) tragen, je nach Anlass, den wei\u00dfen Habit, welcher aus einer Tunika, einem Skapulier mit achteckigem rotem Kreuz auf der Brust und einem Mantel mit demselben Kreuz auf der linken Schulter besteht; die Damen tragen einen wei\u00dfen Schleier mit dem Kreuz ohne den oberen Arm; die Kapl\u00e4ne sind mit einer wei\u00dfen Mozzetta mit rotem Rand, roten Kn\u00f6pfen und achteckigem roten Kreuz auf dem linken Vorderteil bekleidet. Die \u00fcbrigen Mitglieder haben kein Habit, sondern nur die Dekoration oder das Abzeichen.<br \/>\nDie Militia wird finanziell durch die Beitr\u00e4ge ihrer Mitglieder nebst Schenkungen von Beh\u00f6rden und Privatleuten sowie durch eigene Aktivit\u00e4ten getragen.<br \/>\nDerzeit z\u00e4hlt die Militia etwa drei\u00dfig Ritter mit feierlichem Profess, einige hundert Ritter in Obedienz und zahlreiche Eingeschriebene in den anderen Kategorien. Sie hat etwa zehn nationale Pr\u00e4zeptoreien (Gro\u00dfpriorate) und eine gro\u00dfe Zahl von Prioraten und \u00f6rtlichen Komtureien gegr\u00fcndet; weiterhin hat sie Pfadfindergruppen und Jugendorganisationen in Italien und im Ausland gef\u00f6rdert oder aufgenommen. Der Magistrale Sitz befindet sich im Castello della Magione in Poggibonsi (Siena), einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen monumentalen Komplex aus romanischer Zeit, der bis auf das 11. Jh. zur\u00fcckgeht und sich bis 1312 im Besitz der Templer befand. Nach deren Aufl\u00f6sung ging er an die Hospitaliter vom hl. Johannes von Jerusalem und nachdem der Besitz durch die H\u00e4nde zahlreicher Eigent\u00fcmer gegangen war, wurde er am 20.1.1979 vom Grafen Marcello Alberto Cristofani della Magione erworben, der ihn als Verm\u00f6gensdotation der sich in Gr\u00fcndung befindenden Milizia del Tempio als Magistralen Sitz \u00fcbermachte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Ventura, T. e templarismo, Roma 1980 (prima ed. 1964); B. Blandre, L&#8217;Ordre des chevallers du Temple, du Christ et de Notre Dame. Association ou Ordre religieux esot\u00e9rique?, in Praxis juridique et religion 3 (1986) 158-63; M. Lo Mastro, Dossier T. 1113-990, Roma [1990]; G. Mantelli, La Magione. Casa t. sulla via Francigena, Poggibonsi 1990; Regola dei poveri Cavalieri di Cristo dell&#8217;Ordine della Milizia del Tempio, ivi 1992.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Castello della Magione I-53036 Poggibonsi (Siena) Italien &#8211; E-Mail: <a href=\"mailto:info@ordo-militiae-templi.org\">info@ordo-militiae-templi.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im neunten Band des Lexikons \u201eDizionario degli istituti di perfezione\u201c (Lexikon der Institute der Perfektion) Edizioni Paoline &#8211; Rom, 1997 spricht man \u00fcber die Militia&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/537"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=537"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":539,"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/537\/revisions\/539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ordo-militiae-templi.org\/militia\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}